E-Mailings im Vergleich zu Post-Mailings
Ein großer Vorzug beim E-Mail-Marketing ist der Preisvorteil des Mediums E-Mail gegenüber dem Postbrief. Während man selbst bei einfachen Post-Mailings abhängig von der Auflage mit Kosten von 500 bis 1.000 EUR pro 1.000 Empfänger (TKP, Tausender-Kontakt-Preis) rechnen muss, betragen die Kosten bei E-Mailings in der Regel ein Hundertstel bis ein Zehntel davon, das heißt der TKP-Wert liegt bei 5 bis maximal EUR, weil die Ausgaben für Papier, Druck und Porto entfallen.
Demgegenüber besteht der Rücklauf auf ein E-Mailing in der Regel aus zwei Stufen: zum einen der Klick auf einen E-Mail-Link, um eine Webseite aufzurufen (Klickrate), und zum anderen die eigentliche Aktivität auf der Webseite, zum Beispiel eine Registrierung oder Bestellung (Konvertierungsrate).
Rechnet man beispielsweise für die erste Stufe mit einer Responsequote von 10% und für die zweite mit 2%, so beträgt der Rücklauf insgesamt 0,2%, was ein durchaus üblicher Wert bei hochauflagigen E-Mailings an Privatkundenadressen ist. (Es gibt allerdings auch einstufig arbeitende E-Mailings wie HTML-Mails mit integriertem Bestellformular, die aber nicht zwangsläufig höhere Responsewerte erreichen.)
Gegenüber der Responsequote auf ein E-Mailing von 0,2% kann der Rücklauf auf ein Post-Mailing erfahrungsgemäß höher sein, wobei Werte von 1% bei Standard-Mailings in der Praxis bereits einen guten Wert darstellen. Doch auch bei Einrechnung dieses Responsewertes sind die Ergebnisse eines E-Mailings wirtschaftlich besser als die eines Post-Mailings: Bei einem E-Mailing-TKP von 5 bis 100 EUR und einer Responsequote von 0,2%, kostet eine Bestellung (CPO, Cost per Order) 2,50 bis 50 EUR, während bei einem Post-Mailing-TKP von 500 bis 1.000 EUR und einer Responsequote von 1% der CPO-Wert zwischen 50 und 100 EUR liegt.
Eine Studie des US-Marktforschungsinstituts IMT Strategies vom Oktober 2001 hat für E-Mailings in den USA sogar einen durchschnittlichen CPO-Wert von 2,50 US$ gegenüber 25 US$ für Post-Mailings ermittelt, also ein Verhältnis von 1:10 zu Gunsten der E-Mailings.
Die Erfahrung zeigt übrigens, dass die Responsewerte bei E-Mailings an Stammkunden deutlich besser als bei E-Mailings an Interessenten oder Neukunden sind. So ist bei Letzteren mit Klickraten von 2 bis 5% und Konvertierungsraten von 2 bis 5% zu rechnen, während Stammkunden Klickraten von 10 bis 20% und Konvertierungsraten von 5 bis 10% generieren!
Quelle: www.agnitas.de
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